Vermeintliche Volksnähe im Prenzlauerberg?

Kleiner Nachtrag zum Wochenende. Am Samstag waren wir auf der Karnevalsparty der Rheinischen Gesellschaft. Früher konnte ich Karneval nichts abgewinnen und hielt dieses Event für „Spaß auf Knopfdruck“. In den letzten Jahren wurde ich jedoch behutsam an die rheinische Feierkultur herangeführt und habe dieser Kultur liebevolle Züge abgewinnen können. Viva Colonia übt mittlerweile einen „Pawlowschen Effekt“ auf mich aus. Am Samstag machte ich mich daher für die Feierlichkeiten „fein“ und schlüpfte in einen Trainingsanzug nebst Tank Top, weissen Tennissocken sowie Sportschuhen. Als perfektes „Dittsche Double“ machte ich mich auf den Weg zur Party und schlurfte – meinem Bruder im Geiste imitierend – durch den Prenzlauer Berg. Ursprünglich dachte ich, mir würde meine „Verkleidung“ peinlich sein. Ich musste jedoch feststellen, dass „Dittsche“ anscheinend ein alltägliches Erscheinungsbild in der Hauptstadt darstellt und vom Berliner nicht als etwas besonderes angesehen wird. Es zeigt sich erstens, dass Olli Dietrich den „Durchschnittsbürger“ treffend karikiert und zweitens die beste Tarnung im urbanen Dschungel der Hauptstadt anscheinend ein Trainingsanzug inklusive obligatorischer Bierflasche darstellt…

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