Das NDR Magazin Zapp bericht gewohnt kritisch auch zum Theme Bürgerjournalismus:
“Jeder darf sich Journalist nennen. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Das war schon immer so. Neu aber ist: Viele, die eigentlich nicht als Journalisten ihr Geld verdienen, arbeiten plötzlich als solche – im Nebenjob. Mobiltelefone machen aus Augenzeugen Fotoreporter, im Internet sind anonyme Leser längst Autoren. Die Zeitungen wollen mit ihren “Leserreportern” eine neue Blattbindung schaffen. Und der Boulevard zahlt sogar ein Kopfgeld für die besten “Abschüsse” von Prominenten, druckt die “gelungensten” Unfallfotos. Kritiker sehen die journalistischen Werte in Gefahr – das Handwerk und die Quellenprüfung werden ad absurdum geführt. Zapp über den neuen Volkssport der privaten Paparazzi. Zapp über die verlorene Ehre der Petra Traub.” (ndr.de)
Der interessante Beitrag ist übrigens auch als Video verlinkt.
Ähnliche Artikel:

Als Hauptproblem bei der Netzzeitung sehe ich vor allem die fehlende Transparanz. Nicht dass es diese Art von Transparenz schon zu Zeiten des regulären Journalismus gab, aber es wäre durchaus eine Chance, wenn man exakter nachverfolgen könnte, wer weshalb und wie einen Artikel geschrieben hat.
Die bisherige Trennung von Inhalt und Werbung in der Readers Edition gefällt mir nicht gerade gut. Ein kurzer Hinweistext ist zwar besser als gar nichts, aber ich könnte auf diesen “content” auch verzichten. Selbst die scheinheilige Begrüdung der verantwortlichen(?) Person im Video, dass professionelle Journalisten teilweise von Klappentexten abschreiben, macht die Sache nicht besser. Nur weil A aus dem Fenster hüpft, muss ich doch nicht gleich hinterher springen…