Noch gibt es Geld für eine gute Idee

Berlin – Die US-Investmentbank Lehmann Brothers war schon seit mehr als zwei Wochen pleite, die Finanzkrise hielt bereits die Welt in Atem, als Phil von Sassen der Sprung in die Zukunft gelang. Seine Tribax GmbH konnte Wagniskapitalgeber präsentieren, die das Wachstum der Internet-Firma mit Sitz an der Linienstraße in Mitte mit ihrem Geld sichern. „Wir haben schon Kunden und machen Umsätze“, sagt der Gründer des seit Februar aktiven Elf-Leute-Unternehmens. Tribax entwickelt Software, mit der schon 2000 Kunden im Internet sogenannte Social Communities nach dem Vorbild von Facebook oder StudiVZ aufgebaut haben. Die Firma erleichtere Kunden Vorgänge, die sie sonst sehr teuer sind, beschreibt Sassen den Vorteil seiner Geschäftsidee auch in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Die Finanzierung von Unternehmen in Berlin ist also noch nicht zusammengebrochen – obwohl es schwieriger geworden ist, Geld für eine Geschäftsidee zu bekommen. „Eine Kreditklemme sehen wir aktuell nicht für kleine und mittlere Unternehmen hier in unserer Stadt“, sagte vor zehn Tagen Waltraud Wolf, Chefin der Bürgschaftsbank Berlin-Brandenburg, die unter anderem das Gründungsgeschehen in der Region genau im Auge hat. Inzwischen berichtet aber der Vorstand der landeseigenen Investitionsbank Berlin (IBB), Dieter Puchta, von einer wachsenden Zurückhaltung der Kreditgeber.

Für Beteiligungskapital stellt sich die Lage noch anders dar. „Die Eigenkapitalfinanzierung ist noch nicht von der Krise betroffen“, sagt Roger Bendisch, Chef der IBB-Beteiligungsgesellschaft und die Fachpresse bestätigt diesen Eindruck.

Über zwei Wagniskapitalfonds ist Bendisch an 41 jungen Berliner Unternehmen beteiligt, darunter auch Tribax. Stets sind auch private Investoren mit im Boot. Das Geld aus dem IBB-Fonds, 30 Millionen für Kreativwirtschaft und 52 Millionen für Technologieunternehmen, stehe zur Verfügung, „unabhängig von Schwankungen auf den Finanzmärkten“, sagt Bendisch.

Man wüsste jedoch nicht, wie sich die privaten Partner in der Krise verhalten. Für Tribax öffneten sie die Schatullen im Glauben an den Erfolg des Unternehmens. Neben der Phoenix Foundation ist mit dem Klinikunternehmer Axel Steinwarz auch ein Privatmann eingestiegen.

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