Meine Stellungnahme zur Readers Edition…

Eigentlich wollte ich in meiner Prüfungsphase nicht bloggen, die aktuellen Veränderungen bei der Readers Edition dürfen jedoch nicht unkommentiert bleiben:

Sehr geehrte Frau Pidun, sehr geehrter Herr Dr. Maier, sehr geehrter Herr Martin, hallo Bernhard Fütterer,

nun möchte auch ich eine persönliche Stellungnahme zu der Entwicklung der Readers Edition abgeben. Ich finde Ihr Vorgehen menschlich enttäuschend und Ihr Verhalten nicht integer. Ich hätte erwartet, dass Herr Maier persönlich für klare Verhältnisse sorgt und nicht seine neues „Redaktions-Team“ mit der „Kündigung“ beauftragt. Bezeichnend finde ich, dass man Steffen Büffel und Peter Schink aufgrund von Prestigegründen nicht von ihren Aufgaben „entbindet“.

Die Behauptung, Sie hätten von mir „keine klare Rückmeldung bekommen“ ist sachlich falsch. Herr Dr. Maier hat nach seiner Übernahme der RE eine Stellungnahme zur Reader Edition von mir am 20.12.06 erhalten. Am selben Tag habe ich noch einmal mit Herrn Dr. Maier telefoniert und erhielt eine Antwort per Mail („Ich würde mich freuen, wenn Sie bei der nächsten Phase dabei sind“). Am 04.01.07. habe ich mich mit Herrn Dr. Maier getroffen, um persönlich über das Projekt zu sprechen und habe deutlich mein Interesse an der Readers Edition bekundet. Die Ausrichtung der Readers Edition, die neue Positionierung sowie die Erstellung eines Projektplans sollten auf dem geplanten Workshop (13./14.01.) erfolgen und die Grundlage für die Zusammenarbeit bilden. Leider wurde dieses Treffen kurzfristig abgesagt. Darüber hinaus habe ich gengenüber Frau Pidun am 15.01. im Chat deutlich bekundet, dass ich mich weiterhin bei der Readers Edition einbringen werde.

Als Moderator der ersten Stunde war ich dem Projekt sehr verbunden. In der ersten Pressemitteilung wurde ich zitiert und durfte die Moderatoren bei der Pressevorstellung repräsentieren. Lange habe ich auch die Befürchtung, man würde sich billiger “Content-Sklaven” bedienen, aktiv entkräftet. Mittlerweile muss ich jedoch den Kritikern Recht geben. Die Moderatoren wurden für den Aufbau der Readers Edition missbraucht! Ich habe an das Projekt geglaubt und habe den Machern einen grossen Vertrauensvorschuss eingeräumt. Ich wurde jedoch bitter enttäuscht!

In den letzten Monaten hat sich die Readers Edition immer mehr zu einer Blackbox entwickelt. Das Team der Moderatoren wurde in keiner Weise in die konzeptionelle Entwicklung des Projekts integriert und wurde nach jeder „internen“ Entscheidung vor vollendete Tatsachen gestellt. Mehrfach wurde ich von Externen auf Veränderungen und Missstände hingewiesen. Auch wurde ich mit Fragen konfrontiert die ich aufgrund der fehlenden Kommunikation nicht beantworten konnte.

Die Kommunikation des neuen „Redaktions-Teams“ ist nicht angemessen und dem Projekt nicht förderlich. Ich verstehe nicht, wie man so unsensibel sein kann zumal die Readers Edition auf die aktive Mitarbeit von Dritten angewiesen ist. Thomas Wanhoff hat die Situation in seinem Blog sehr treffen beschrieben: „[…] Deshalb wollte ich hören, was Hugo E. Martin zu berichten hat […] Doch was kam war eher schwach. Es war vor allem beunruhigend unkronkret, wie auch andere Teilnehmer bemängelten […]“.

Die Reaktionen der anderen Moderatoren zeigen, dass ich mit meiner Einschätzung nicht alleine bin. Das neue „Redaktions-Teams“ sollte sich fragen, ob die Vorgehensweise in ihrer Art so richtig war anstatt sich weiterhin hinter rhetorischen Floskeln zu verschanzen. Auch die Reaktion in der Blogosphäre zeigt deutlich, dass es an der Zeit ist mit, offenen Karten zu spielen.

Für mich ist die Ausrichtung der Readers Edition sowie die geplante Weiterentwicklung nicht mehr ersichtlich. Aufgrund der Art und Weise wie mit mir umgegangen wird, der fehlenden Integrität und der derzeitigen Kommunikationspolitik sehe ich mich nicht im Stande das Projekt weiterhin zu unterstützen. Das Angebot dem Projekt als Förderer und Freunde treu zu bleiben sehe ich als ironischen Seitenhieb an, der gänzlich unangebracht ist.

In der Hoffnung auf eine positive Wende verbleibe ich mit freundlichen Grüssen, Phil v. Sassen

Diese Zeilen habe ich dem neuen „Redaktions-Teams“ der Readers Edition sowie allen ehemaligen Mitstreitern gesendet. Die Macher der Readers Edition sind mir immer noch eine Antwort schuldig…

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