Der südkoreanischer Regisseur Park Chan-Wook (Old Boy) hat auf der diesjährigen Berlinale gegen die Einschränkung der Quote für lokale Produktionen durch die koreanischen Regierung demonstriert. In seiner „Einmann-Demo“ war der koreanische Preisträger des Film Festival in Cannes (2004) den zwanzig Journalisten am Marlene-Dietrich-Platz zwar zahlenmäßig unterlegen, er forderte jedoch die Regierung seines Landes nachdrücklich auf, von der Absenkung der Quote abzusehen. Ruhig hielt Park den anwesenden Medienvertretern Postern mit der Aufschrift „No Screen Quota = No Oldboy“ sowie „Korean Films Are in Danger“ entgegen. Derzeit werden in koreanischen Kinos an 146 Tagen lokale Produktionen präsentiert. Zukünftig soll dies nur an 76 Tagen gesetzlich vorgeschrieben werden. Die Einschränkung der Filmquote wurde von den Vereinigten Staaten im Rahmen eines Handelsabkommen gefordert. Park Begleitet die Vortragsreihe der Berlinale in diesem Jahr im Rahmen des Talent Campus.
In Gwanghwamun in Seoul geht der Protest von koreanischen Künstlern, Schauspieler und Regisseur in die dritte Woche. Wie Park in Berlin, demonstrieren seine Kollegen in „Einmann-Demo“ für die Stärkung des koreanischen Films.
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