Manchmal muss man Entschlüsse im Leben treffen, die nicht leicht sind und viel Überwindung kosten. Auch ich stehe vor einer solchen Entscheidung.
Seit mehr als drei Jahren lebe ich mit AIBO zusammen. Er ist mein bester Freund und treuer Begleiter. Nicht ohne Grund Bezeichnet der Volksmund Hunde als die besten Freunde der Menschen. Auch der Name AIBO unterstreicht die treue Verbundenheit zu meinem vierbeinigen Kameraden. Der Name kommt aus dem Japanischen und bedeutet Kumpel bzw. Freund. Ja richtig, AIBO (Artificial Intelligence roBOt) bezeichnet auch einen Unterhaltungsroboter. Dies hatte ich natürlich nicht im Sinn …
AIBO ist ein Beagle. Ein lauffreudiger Meutehund, der für Treibjagden eingesetzt wird. Der Beagle ist ein fröhlicher Hund mit einem liebenswürdigen Wesen. Sein Wesen ist liebenswürdig und aufgeweckt, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit; bei der Jagd beweist er Zähigkeit und Zielstrebigkeit.
Beagle sind Meutehunde und damit ausgesprochene Rudeltiere. Sie benötigen die Gesellschaft anderer Hunde oder vertrauter Menschen. Sie sollten daher nicht alleine im Zwinger gehalten werden. Wie alle Bracken haben sie eine hervorragende Nase. Sie sind bis ins 20. Jahrhundert hauptsächlich für die Jagd in der Meute gezüchtet worden und brauchen daher viel Auslauf und Bewegung. Beagle neigen als Meutehunde dazu, übermäßig zu fressen. (Quelle: Wikipedia)
Der Beagle an sich ist eine wunderbare Rasse. Als negativ sind höchstens sein angeborener Jagdtrieb, seine Verfressenheit sowie seine Starrköpfigkeit zu nennen. Im Gegensatz zu Hütehunden, die sich ruhig platzieren und sich wenig von ihrer Umwelt beeinflussen lassen, behält ein Jagdhund seine Umgebung aufmerksam im Auge und reagiert auf jede Bewegung. Für mich stehen diese Eigenschaften jedoch für die Charakterstärke des Tiers. Mich stellte die Starrköpfigkeit von AIBO bei der Erziehung vor keine Problem. Man muss stets konsequent bleiben und dem Vierbeiner seine Grenzen deutlich zeigen. Man darf sich nicht durch sein niedliches welpenhaftes Auftraten um den Finger wickeln lassen.
AIBO macht seine Sache besonders gut! Er hört aufs Wort, kommt auf Zuruf und Pfiffe, läuft ohne Leine und wartet an Strassen auf die Erlaubnis diese zu überqueren. Die Hundehaltung bringt viele positive Aspekte mit sich. Hundebesitzer haben weniger Gesundheitsprobleme, sind weniger gestresst und oft glücklicher als Menschen ohne Hunde.
Als vor drei Jahren die Entscheidung einen Hund zu halten andtand, haben meine damalige Freundin und ich sehr viele Gedanken gemacht, die Entscheidung mehrfach abgewägt und anhand unterschiedlicher Szenerien die Situation ausgelotet. schlußendlich verhält es sich mit Hunden wie mit Babies. Eigentlich kommt der Zeitpunkt des Familienzuwachses immer ungelegen. Entweder man befindet sich noch in der Ausbildung bzw. dem Studium, man erzielt die ersten Erfolge im Beruf oder man befindet sich in einer anderen Lebenssituation, in der man mit anderen Herausforderungen kämpft. Unsere damalige Entscheidung auf unterschiedlichen Faktoren:
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standen wir beide damals im Studium und konneten daher unsere Zeit für die Welpenaufsucht relativ frei gestalten
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hatte ich in meiner Jugende bereits zwei Cocker Spaniel (ebenfalls Jagdhunde) großgezogen
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ist unser Züchter mehr als verwurzelt im Beagle Club Deutschland e.V. (BCD) und mit dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e. V. stark verbunden
Am Ende des Tages erfordert ein Hund sehr viel Zeit und Zuwendung. Hierbei geht es nicht nur um die tägliche “Pirsch” und auch soziale Kontakte des Vierbeiner mit seinesgleichen sondern auch um gemeinsame “Premiumzeit”, in der gespielt, getollt und getobt wird. AIBO hat diese Zeit immer erhalten und hat sich, wie bereits geschrieben, prächtig entwickelt.
Meine Wohnung im Berliner Prenzlauerberg ist “hundetechnisch” ideal gelegen. Wohne ich doch unweit des Mauerparks und einer großen Hundewiese am Jahnsportpark. Idealerweise streunen sehr viele der 102.555 Berliner Hunde ebenfalls durch den Mauerpark. Unter ihnen befinden sich auch sehr viele Beagle, die sich in den vergangenen Monaten einer großen Beliebtheit erfreuen und sich anscheinend zu einem Modehund entwickeln.
Gestern bin ich mit AIBO ca. 3,5 Stunden durch Prenzlauerberg, Mitte und Tiergarten gelaufen. Anschließend durfte der “Kleene” ca. fünf Stunden beim Twittergrillen in der blauen Botschaft toben.
Die Hundehaltung bedeutet viel Verantwortung, die jede Form von Spontanität im Keim erstickt. Man plant quasi sein ganzes Leben um seinen Hund. Ein ungeplantes Treffen nach der Arbeit, ein verlängertes Meeting und der sportliche Ausgleich sind kaum möglich, da man sich erst um das Wohl des Vierbeiners kümmern muss und möchte.
Bis dato habe ich dies immer gerne getan. Mittlerweile wird diese ganzheitliche Betreuung jedoch zum Problem, da sich AIBO nicht immer an die Spielregeln hält. Denn leider hat er jüngst mit Bellen begonnen, wenn ich die Wohnung verlasse. Eigentlich ist dieses Verhalten ein gutes Zeichen, da es Verbundenheit zu mir ausdrückt, ich habe jedoch nicht die Zeit ihn jedesmal so weit zu beruhigen, dass er die temporäre Trennung nicht bewußt erlebt. Selbst, wenn AIBO nicht direkt bellt, muss ich fürchten, dass er irgendwann aufwacht und meine Nachbarn mit einem “Konzert” beglückt. Diese Situation belastet mich zunehmend …
Mit Blick auf ca. zehn weitere Jahre, die ich mit dem “Kleenen” noch erlebe, verbaue ich mir vermeintlich viele Chancen im Leben, da ich “hundebestimmt” lebe und mir kaum Zeit für mich selbst einräumen kann. Für mich stellt sich die Frage, ob ich auch die kommenden zehn Jahre meinem Hund schenken möchte oder ob ich mein eigenes Leben führen möchte. Die Entscheidung fällt mir nicht leicht und ich tue mir mit dem Schreiben dieser Zeilen sehr schwer. Ich hoffe jedoch, dass ich mir meine Zweifel und Trauer mit diesem Artikel von der Seele schreiben kann.
Gerade weil ich sehr viel Zeit mit AIBO verbringe und er stark auf mich fixiert ist, fällt mir eine mögliche Trennung mehr als schwer. Es ist als würde ich einen Teil meines Lebens verlieren. Die Frage ist, ob man mit einer dauerhaften Trennung dem Hund etwas Gutes tut. Klar wird die mögliche Trennung für uns beide nicht leicht und gerade für AIBO werden die ersten Tagen sicher härter als für mich. Es geht jedoch nicht um persönliche Egoismen sondern um eine Lösung, die sowohl für AIBO als auch für mich eine bessere Situation verspricht …
PS:
Diese Zeilen sind ursprünglich nicht auf dem Computer entstanden sondern anachronistisch mit Stift und Papier, da ich mich natürlich auf dem Hundeplatz befand …
Update:
Ich habe AIBO derzeit bei meinen Eltern in Hannover einquartiert, damit ich die Zeit erhalte das Problem in den Griff zu bekommen. Sie haben bereits vier Cocker Spaniel großgezogen und haben sehr viel Erfahrung mit Hunden.
Wir suchen für AIBO nun ein schönes Zuhause. Im besten Fall eine Familie, die bereits einen Beagle besitzt: AIBO bei Beagle in Not.
Update2:
AIBO hat ein neues Zuhause bei meinen Eltern gefunden.
Das is’ nich’ dein ernst!? Das kann man dem Kleinen doch nicht antun.
klaro, raus die töle, wennse nervt -> ebay
(selbstmitleidiges yuppiegewinsel!)
Muss Aka leider zustimmen, Phil! Das wäre echt eine ganz ganz schwache Nummer, und so ein Posting ändert daran nichts. Wenn du keine Zeit hast, kümmer dich um Support!
LGA
@Arnim:
Glaube nicht, dass Du a.) die Situation verstehst und b.) Du Dich zum Thema Verantwortung äußern solltest.
Schwach ist hier nicht die “Nummer” sondern Dein unreflektierter Kommentar, der mit Deinem Affiliate-Link versehen war.
AIBO geht es gut, darum geht es auch nicht. Es geht, um die fehlende Spontanität. Wir waren gerade zwei Stunden im Mauerpark und auf der Hundewiese. Dies gehört zu unserem täglichen(!) Pensum. Manchmal ist dies halt belastend. Diese Situation stellt sich jedoch in vielen Lebenslagen dar. Bei Deiner Erziehung haben sich Deine Eltern sicher auch oft gefragt, ob die Entscheidung einen Stammhalter groß zu ziehen richtig war, oder?
“Tales from the Geekside” ist mein persönlicher Blog, in dem ich Dinge (be)schreibe, die mich tangieren. Hierzu zählen auch sehr emortionale, wie dieser Beitrag …
PS:
@aka:
auf Deinen Kommentar gehe ich hier mal bewußt nicht ein!
Kein Grund zur Aufregung. Das war freundschaftlich gemeint und du wirst sicher das Richtige tun. Doch wer Kommentare zulässt muss eben auch mit anderen Meinungen leben…
LGA
PS: Das ist kein Affiliate-Link, sondern meine Website. Wenn meine Kommentare für dich Spam sind, lösche sie bitte komplett und nicht nur den Link
Klar rechne ich mit anderen Meinungen.
Nur durch Diskurs entsteht eine interessante Debatte. Doch wer kommentiert, muss eben auch mit meiner Antwort rechnen …
“Modehund” sagt alles.
Tiere sind nunmal nur bedingt tauglich als Yuppieaccessoires.
Einen Jagdhund in der Stadt zu halten – genau da geht für mich Tierquälerei los.
(Vorher) Denken hilft!
@aka:
ich habe bereits zwei Jagdhunde großgezogen und bezeichne mich sowohl in der Aufzucht als auch der Erziehung als erfahren. Dank des nahen Mauerparks und der Hundewiese bekommt der “Kleene” viel Auslauf und kann sich mit anderen Hunden sozialisieren. Zusätzlich läuft er gerne neben meinem Rad …
Übrigens, AIBO ist kein Yuppieaccessoires. Wenn es mir darum ginge, wäre ein entsprechendes Fahrzeug sich besser geeignet, oder?
Kannst uns gerne bei unseren Streifzügen durch die Hauptstadt begleiten. Dann siehst Du wie gut es AIBO ergeht.
Lieber Phil v. Sassen,
vielen Dank für das Angebot. Leider habe ich den guten AIBO erst gestern gesehen. Angeleint mit weiss/ rotem Flatterband wurde ihm, vom Bierflasche haltenden Herrchen, das Hinterteil mit dem Fuss auf den Boden gedrückt. Ging wohl darum, eine der umstehenden derangierten Bräute zu beeindrucken/ generell cool zu erscheinen. Accessoire halt – wie gesagt.
Du wirst dich sicher an die Situation erinnern, Phil – mir ist egal, ob du diesen Eintrag zensierst (der Papa und die Mama lesen sicher mit) – aber irgendwie, ich weiss nicht …
So RICHTIG daneben scheine ich mit meinem Urteil nicht zu liegen.
Ach, geschenkt …
@aka:
Deine Kommentare werden hier nicht zensiert. Warum auch?
Ja, natürlich kann ich mich noch gut an diese Situation erinnern. Halte sie jedoch für richtig. AIBO hat sich schlichtweg nicht ordentlich benommen und wurde gemaßregelt. Hierbei geht es nicht um irgendwelche “derangierten Bräute” sondern schlichtweg um Erziehung. Scheine in Deinem Weltbild eh einem gewissen Klischee zu entsprechen und werde daher in eine Schublade gesteckt, die Deine Einschätzung ziemlich färbt. Sprich mich doch beim nächsten mal einfach persönlich an. Interessiert mich schon, wer mich/uns so genau beobachtet!
Sonnige Grüsse, Phil
[...] da ich ihn nicht mehr in meiner Berliner Wohnung halten kann. Meine Gefühle habe ich mir in “Fühle mich hundeelend …” von der Seele [...]
Wir suchen für AIBO nun ein schönes Zuhause [1]. Im besten Fall eine Familie, die bereits einen Beagle besitzt:
Gerne stehe ich auch persönlich zur Verfügung: 01723088772.
[1 ]http://www.beagle-entlaufen.de/notbeagle_detail.asp?ID=1886
ohhhhhhhhh. Ich liebe AIBO! Weißt du noch, als ich dich vor kurzer Zeit kontaktierte, bzgl der Anschaffung eines Beagle. Ich hab wirklich davon gelassen, da ich es (und meine Tochter) mit Sicherheit nicht auf die Reihe bekommen würden. Wir hätten so gerne ein Tier, aber die Vernunft muss siegen!
Das macht mich jetzt traurig, aber ich kann dich auch gut verstehen!
AIBO ist ein echter Prachtkerl! Du hat ihn ja selber erlebt. Mir blutet das Herz …
Mittlerweile kann ich jedoch nicht mal für fünf Minuten den Raum verlassen ohne, dass der “Kleene” sich alleine fühlt und bellt. Selbst, wenn er hundemüde vom Walk im Grunewald ist, findet er immer noch genug Energie, um nach seinem Rudel zu bellen.
Phil, ich weiß! Er ist extrem anhänglich und quietschfidel! Er braucht wirklich jemand, der ständig um ihn herum ist. Hätte ihn sofort genommen – wirklich – Caro heult gerade im Nebenraum, sie hat es gerade gelesen. Aber ich kann es ebenso keinem Tier antun, denn ich bin ja noch weniger zu Hause, als Du. Und auf Caro kann ich mich auch nicht verlassen, wer weiß wohin es sie in naher Zukunft verschlägt. Sonst hätte ich sofort und ohne mit der Wimper zu zucken JA zu AIBO gesagt. Und ich hätte ihn dir auch dann gerne ausgeborgt, wenn du Sehnsucht gehabt hättest! ;(((
Lieben Dank! Wichtig ist mir, dass es AIBO gut ergeht. Die Idee eine Familie zu finden, in der es bereits einen Beagle gibt, scheint mir die beste Lösung zu sein.
Hallo Phil,
vielleicht erinnerst du dich noch an mich?! Ich hatte öfter mal auf den S-Wurf aufgepasst.
Hast du schon Warnekes über die Situation informiert? Vielleicht können sie dir weiterhelfen.
Viele Grüße,
Nicole
Thomas Warneke und Claus Seffer von Beagle in Not sind informiert und helfen mir.
wir ( phils eltern ) haben aibo vorrübergehend in unsere obhut genommen, weil der hund tagsüber, wenn phil arbeitet,nicht mehr allein sein konnte und wollte , deswegen sein gebelle : ein beagle muss beschäftigt werden, ein beaglejunge muss auch öfter raus als hundemädchen.
nach dem tod unseres 4. cockermädchens haben wir entschieden, keinen hund mehr zu halten: alle kinder aus dem haus.ich gehe bald in rente, mein mann in kürze ebenso……. dann wollen wir reisen und unabhängig sein von haus, hof, hund,
aibo – unser pflegehund – hat sich hier gut eingelebt, er hat seinen festen tagesablauf, er ist anhänglich, schmusig…aber auf grund der jetzigen wetterverhältnisse ist aibo in seinem bewegungsdrang arg eingeschränkt, er kann nicht so toben, wie es seinem naturell entspricht. dennoch ist er rührend lieb ,freut sich, wenn wir mit ihm rausgehen.
bellen kann aibo nur vor freude.
Lieben Dank für diesen Kommentar, der jedoch in Teilen die Situatuion falsch beleuchtet. Selbst, wenn AIBO den ganzen Tag mit mir im Office war oder sich den ganzen Tag mit mir im Grundewald austobte, hat er abends gebellt, wenn ich kurz einkaufen war.
Das Bellen hat also seine Begründung nicht in der Auslastung des “Kleenen” sondern wird von der Trennungsangst hervorgerufen.
Hi,
was soll ich sagen ? Es macht mich immer wieder wütend wenn ich so etwas lese. Ich selbst habe zwei Beagle und einer davon sieht aus wie AIBO. Bevor ich mir die Hunde “angeschafft” habe war mir bewußt ich übernehme Verantwortung für ein ganzes Hundeleben egal was kommt. Mittlerweile bin ich Mutter eines wenige Monate alten Säuglings und glaub mir das ist weiß Gott nicht immer einfach. Auch ich kann nichts spontan entscheiden, es muß immer eine Betreuung für die Hunde gefunden werden wenn ich was vorhabe. Alleine bleiben ist Übungssache (auch mein Kleiner war ein Kläffer). Es ist immer “sehr leicht “sich von einem Hund zu trennen wenn er nicht mehr zum Leben passt. (Da interessiert es auch nicht ob es für dich schwer ist oder, oder, oder . . . ) Ich hoffe für AIBO das er eine Familie findet die einen endgültigen Platz für ihn hat und wo man gern für ihn zurücksteckt. Ich für meinen Teil kann es einfach nicht verstehen und appeliere an deine Vernunft dir nicht irgentwann wieder einen Hund anzuschaffen der irgentwann mal wieder nicht in dein Leben passt.
@Diana,
grundsätzlich kann ich Deine Kritik verstehen. Es ist jedoch mehr als unangemessen, sich über einen “Sachverhalt” zu äußern, den man im Detail nicht kennt. Deine “Ferndiagnose” wird der Sache in keiner Weise gerecht.
Den obigen Blogeintrag habe ich bereits vor einem Dreivierteljahr geschrieben. In der Zwischenzeit habe ich eine Lösung für das Bellen von AIBO gesucht. Leider haben unterschiedliche Übungen, Verhaltensänderungen und Ablenkungen zu keiner Verbesserung der Situation geführt. AIBO fühlt sich umgehend alleine, wenn ich mich auch nur für wenige Minuten von ihm trenne. Ich habe mich immer um den “Kleenen” gekümmert und ihn nie im Stich gelassen!
Wie bereits geschrieben, habe ich in meiner Jugend bereits zwei Cocker Spaniel großgezogen und behaupte, dass ich Erfahrung in der Aufzucht eines Welpen habe. AIBO ist ebenfalls ein sehr feiner und wohlerzogener “Kerl”, der jedoch große Trennungsangst hat.
Es ist in keiner Form “sehr leicht “sich von einem Hund zu trennen. Auch wenn Du die Situation aus der Ferne anders interpretierst, sei Dir versichert, dass ich für AIBO nur das Beste möchte.
Da fiel mir gestern ein: Du kennst doch bestimmt: Christian Schagen, von Linklift. Seine Frau, Rebecca, ist eine prof Hundenanny und sie ist einfach großartig! Vielleicht ist das eine Lösung, dass du AIBO tagsüber zur Betreuung wohin bringst. Ich kann Rebecca nur wärmstens empfehlen. Sie liebt die Tiere und der Umgang mit Ihnen ist einzigartig!
@Ute:
lieben Dank für den Hinweis. Ja, natürlich kenne ich Chris. Das Problem wird jedoch nicht durch einen Hundesitter gelöst. AIBO ist bereits in einem “Rudel” und tobt im Berliner Umland, wenn ich kurzfristig einen wichtigen Termin habe.
Wie beschrieben, ist nicht die Länge der Trennung von AIBO das Problem sondern der Fakt, dass er allein ist.
@Phil
” Mit Blick auf ca. zehn weitere Jahre, die ich mit dem “Kleenen” noch erlebe, verbaue ich mir vermeintlich viele Chancen im Leben, da ich “hundebestimmt” lebe und mir kaum Zeit für mich selbst einräumen kann. Für mich stellt sich die Frage, ob ich auch die kommenden zehn Jahre meinem Hund schenken möchte oder ob ich mein eigenes Leben führen möchte ”
Diese Zeilen von dir waren für mich für mich der Grund überhaupt hier zu posten. Wie schon gesagt überlegt man sich vor der Anschaffung eines Hundes ob man “hundebestimmt” leben möchte oder nicht. Ich akteptiere jeden der das nicht möchte, aber dann “schaffe” ich mir auch keinen Hund an. Ich für meinen Teil habe diese Entscheidung getroffen und es käme nie in Frage einen der beiden abzugeben. Es wäre als würde ich mein Kind weg geben. Auch wenn du schon andere Hunde groß gezogen hast ( das habe ich auch) ist das für mich kein Argument. Ich kenne auch Extremfälle mit Trennungsangst und weiß man kann das hin bekommen mit viel Arbeit und vor allem Geduld.
Es ist letztendlich auch völlig egal was ich denke. Fakt ist das du eine Entscheidung getroffen hast und mir bleibt nur zu sagen das ich AIBO viel Glück und hoffentlich bald ein neues zuhause wünsche. Und für dich hoffe ich das du es eines Tages nicht bereust.
Das macht mich traurig, wütend, verzweifelt, so etwas zu lesen.
Mein Hund hatte auch schreckliche Trennungsängste (wesentlich schlimmer als du es beschreibst!) Ich habe ausdauernd mit ihm trainiert unter anderem mit einer Hundetrainerin die bei http://www.animal-learn.de ihre Hundetrainerausbildung gemacht hat. Ich habe mich intensiv eingelesen (in dem Dschungel der Meinungen muss man erst mal Position beziehen) und mich dann bemüht, ihn zu verstehen.
Das sehe ich ehrlich gesagt bei dir rein garnicht.
Überlegst du vielleicht mal, dass du seine Verlustängste sehr wahrscheinlicherweise dermaßen intensivierst durch das Weggeben, dass Aibo es sehr schwer haben wird bei einem neuen Besitzer.
Ausserdem habe ich dich meistens nur schnell im Mauerpark ein paar Runden drehen sehen. Eingangs beschriebst du ja auch die Hundewiese dort. Unglaublich geeignet da für Hunde: Eng und klein, eingezäunt (für Hunde Stress, wenn sie fremden Artgenossen begegnen), direkt an der Straße…
Jedenfalls war von einer kommunikativen Mensch-Hund Beziehung beim Spaziergang, die Male, die ich dich sah, immer wenig zu sehen.
Alleine die Tatsache, seinen Hund wegzugeben, nur weil er ein Verhaltensproblem hat, welches man noch nicht GEMEINSAM in den Griff bekommen hat, lässt ganz tief blicken.
Es müsste wirklich eine Art “Hundehalterführerschein” geben.
Grüße
Carolin und Paule aus Prenzlberg
@dogs_heart:
es ist leicht die Situation aufgrund meines Artikels zu kritisieren. Dien Kommentar ist in jeder Form unangemessen. Du kennst mich und AIBO zu wenig, um meinen Umgang mit dem Hund beurteilen zu können.
Konstruktive Kritik nehme ich gerne entgegen. Finde Deinen Kommentar jedoch verletzend und in seiner From unangemessen!
@Beaglemama:
besten Dank für Deine lieben Worte. Am Ende zählt in der Tat nur, dass es AIBO gut ergeht!
Tja Phil, da kann ich ja nur für Dich hoffen, dass Du nicht auch mal in die Situation kommst, abhängig von anderer Menschen “God Will” zu sein – So wie jetzt Dein Hund …
… und Du denen dann einfach zu anstrengend und einschränkend wirst!
Ich habe selbst zwei Beagle und immer nur witzig ist das nicht. Erfordert sehr viel Zeit und sehr gute Nerven. Umgezogen sind wir auch einmal. Aber ich liebe meine Hunde, auch wenn Sie mir manchmal auf den Keks gehen und – klar – mich einschränken. Das war mir aber vorher klar.
Kann nur hoffen, dass Du nicht noch Kinder in die Welt setzt, die schränken noch mehr ein!
Und all das “Gott ist das alles furchtbar für mich” ändert nichts an der Tatsache, dass er Dir jetzt nicht mehr in den Kram passt und ein neues Zuhause braucht. Der Hund tut mir wirklich leid – Er war für Dich nur Mittel zum Zweck – mehr nicht!
YK
Ich sags ja, Hundehalterführerschein…
Mein Hund war auch irre schwierig. Man muss viel Geduld aufbringen. Viel Zeit, Einfühlung in SEINE Situation.
Aber ach… Aibo ist sicher schon weggegeben, oder?
Zudem… in dieser von dir genannten “blauen Botschaft” . Da liegt ein uralter Hund mit künstlichem Hüftgelenk, wegen Hüftdysplasie, bei widrigsten Temperaturen und bellt die Tür an. Sein Körbchen unter der Treppe ist pitschnass und vereist.
Die Besitzerin weist aber alles von sich, während die Nachbarschaft und Passanten auch schon sehr schlecht sprechen.
Ausserdem ist Pberg für Hunde wirklich kein Zuckerschlecken. Ich merks ja selbst. Und ich habe auch einen Jagdhund.
Also da stimmt irgendwas nicht mit deiner Wahrnehmung.
hallo,
ich bin ebenfalls besitzerin von zwei beagelrüden. othello kam vor 3 jahren zu mir, er war 4,5 jahre alt und wurde ausrangiert. man hatte nicht genug zeit da man in der modebranche arbeitet.er hat auch ständig gebellt. ich verstehe nicht wie man ein tier nach so langer zeit abgeben kann, ich hätte es nach nur einer woche nicht mehr tun können.
mein zweiter beagel kommt aus eine labor und ist jetzt seit 5 monaten da. es ist alles sehr aufreibend und anstengend da er schwer traumatisiert ist und ich bin ebenfalls beruflich sehr eingespannt aber das ist egal:
Meine hunde gehören zu mir und meinen leben.
wenn ein hund solche verlustängste hat, dann hat das einen grund und dem muß man nachgehen.
es gibt bachblütentropfen die individuell angemischt werden können, das hilft dem tier extrem sich zu entspannen und in den einklang mit sich selber zu kommen.gerade bei verlustängsten und ständigem bellen.
fakt ist du hast keine lust mehr und versteckst dich hinter ausreden. man kann heute fast alle probleme mit einem hund in den griff bekommen durch hundetrainer oder homoöpathie.meinem laborbeagle ist dadurch auch sehr geholfen worden.
ich kann nur hoffen der hund findet einen besseren ort an dem er leben kann.
sein tier nach so langer zeit wegzugeben ist einfach nicht okay.
Liebe Beagle-Freunde,
ich werde auch weiterhin kritische Kommentare zu diesem Artikel freischalten.
Ich kann die einzelnen emotionalen Kommentare verstehen, sie sind jedoch “nur” Ferndiagnosen, die der Situation nicht gerecht werden!
Ich habe meine Sicht auf die Situation hier mehrfach erklärt und glaube nicht, dass eine Wiederholung meiner Meinung einen Mehrwert generiert. Aus diesem Grund werde ich nicht jeden einzelnen Kommentar beantworten, da dies nur redundant wäre …
… toll. Und so viele schöne hübsche Fremdwörter! Beeindruckend. Wirklich.
Wie im Update2 bereits geschrieben, hat AIBO eine neue Heimat bei meinen Eltern gefunden.
Lebensumstände ändern sich nunmal. Schön, dass Sie sich um das Wohl Ihres Hundes sorgen, und ihn nicht einfach in ein Tierheim bringen! Sollte mehr so verantwortungsvolle Hundehalter geben.
Die “gute” alte YK (Name und Adresse sind bekannt!) – sollte sich in Zukunft etwas zurückhalten. Nur weil wie zwei Beagles hält, hat sie noch lange nicht über andere Schicksale zu urteilen.
Aber so ist das, wenn man lieber den ganzen Tag in irgendwelchen Foren rumgurkt, anstatt mit seinen Hunden spazieren zu gehen!
@Hundefreund: , herzlichen Dank für den Kommentar.
AIBO hat sich übrigens sehr gut bei meinen Eltern eingelebt, wird treu umsorgt und sieht mich regelmäßig.
Am Ende zählt, dass es dem “Kleenen” gut geht und dies haben ist zu 100% garantiert!
PS:
Einpaar Bilder gibt es hier zu sehen:
http://sassen.org/aibo-in-action/
so sweet!!!