Sport
Sport
Sport

Gute Workouts (wie dieses hier) sind der Schlüssel zum Erreichen deiner Ziele!Du siehst schlanker aus und fühlst dich energiegeladener? Das ist kein Wunder: Seit dem Beginn deines Trainings mit miCoach hast du insgesamt 5.000 Kalorien verbrannt. Das ist eine tolle Leistung. Mach weiter so!

Jetzt versuche, rückwärts zu laufen und dasselbe Ergebnis zu erzielen! (Kleiner Scherz.)Hell. (Oder sollten wir “Bonjour” sagen?) Du bist über 50,5 Kilometer gelaufen – das entspricht der Länge des Kanaltunnels zwischen England und Frankreich.Herzlichen Glückwunsch zu Deiner Leistung.

Die Anweisungen zu befolgen und eine hohe Übereinstimmungsrate zu erzielen ist der Schlüssel zum Erfolg. Weiter so!

Gut gemacht! Weiter so! Besser geht’s nicht!
Zeit: 01:25:40
Kal: 1219
Km: 15,01
SPM: 160
Min/Km: 07:26
Schritt/Min: 171
Ergebnis: 87%

Gute Workouts (wie dieses hier) sind der Schlüssel zum Erreichen deiner Ziele!
Casey Neistat’s beschreibt in seinem Kurzfilm die Psychologie des Laufen. Drei Wochen seines Trainings für den New York Marathon nahm Casey mit einer kleinen HD-Cam auf. Der Film zeigt in beeindruckender Form, mit welchen Mitteln der Geist den Körper vor den Anstrengung des Laufens zu schützen versucht. Ausreden gibt es immer – es ist zu kalt, es gibt Wichtiges zu erledigen, man möchte Zeit mit Freunden verbringen …
Jeder Läufer kennt dieses Problem. Besonders hart sind die ersten Wochen des Trainings, welche wenig Spaß bereiten und Körper wie Geist vor eine harte Herausforderung stellen. Erst nach dieser schmerzhaften Zeit stellt sich der Körper auf die Anstrengung ein und beglückt den Läufer mit körpereigenen Drogen.
Wenn diese Hürde jedoch genommen ist, dann möchte man nicht mehr als die Schuhe anzuziehen und laufen!
Video: Mind Games
[vimeo 16774509 600 400]
Laut Wikipedia ist ein Held “eine Person mit besonders herausragenden Fähigkeitenoder Eigenschaften, die sie zu besonders hervorragenden Leistungen, sog.Heldentaten, treibt”. Ben Davis ist eine solche Person, zumindest für mich. Im Januar 2009 fasste er einen Entschluss, der sein Leben radikal änderte. Damals wog er 180 Kilo, lebte ungesund und trieb keinen Sport. Seine Großmutter fragte ihn, ob er Spaß am Leben hätte und Bens Gefühlswelt geriet aus den Fugen.
Achtzehn Monaten später und 5o Kilo weniger am Körper hat sich Bens Leben dank seines eisernen Willens und intensivem Training um 180 Grad gedreht. Um sein ehrgeiziges Ziel nicht aus den Augen zu verlieren dokumentiert Ben seine Erfolge in einem kurzweiligen Blog, der sein Projekt zu einem gewissen Ruhm verholfen hat.
Video: My 120 pound journey
[youtube 8SbXgQqbOoU]
Leider war ich in meiner Vorbereitung zum Berlin Marathon nicht so konsequent, wie Ben und habe, trotz Anmeldung und Startnummer, meine Teilnahme kurzfristig ausgelassen. Es gibt Schlachten, in die man zieht, obwohl man weiß, dass ein Sieg aussichtslos ist. Manchmal ist es jedoch vernünftig gesunden Menschenverstand walten zu lassen.
Zwar habe ich sechs Wochen auf Alkohol verzichtet und mich bewusster ernährt, ich kam jedoch zu wenig zum Training. Je näher der Termin des Berlin Marathons rückte, desto nervöser wurde ich. Im Vorfeld hatte ich in meinem privaten Umfeld über die Teilnahme am Lauf mehrfach informiert, um den psychologischen Druck zu erhöhen. Leider half dies nicht …
Auf der einen Seite fand ich meine Entscheidung richtig auf der anderen Seite war ich ziemlich traurig, dass ich nicht doch noch gelaufen bin. Naja, was soll ich machen? Wie ein guter Freund sagt: “Der Drops ist gelutscht“.
Um mein schlechtes Gewissen zu befriedigen und mich zu läutern werde ich in den kommenden Wochen die Detox-Diät fortsetzen, zusätzlich auf Coffein verzichten und mich sportlichen Herausforderungen stellen. Neben dem regelmäßigen Laufen werde ich die “the entrepreneurial minded runners group” reaktivieren und mich folgenden Challenges stellen:
Wie Ben, werde ich den Fortschritt meines Projekts blogtechnisch begleiten und freue mich auf Anregungen, Fragen und Kritik in den Kommentaren.


Entscheidungen sind nicht immer rational. So war es auch bei meiner Entscheidung, mich um eime Wildcard bei Achim-Achilles für dem BraveheartBattle 2010 zu bewerben. Dank meines gelungenen Halloween-Outfits und marzialischer Pose, wurde ich auserwählt durch die Hölle zu gehen. Damals war mir gar nicht klar, worauf ich mich einließ.
Doch was ist der BraveheartBattle eigentlich?
Der BraveheartBattle ist ein Fun-Lauf der in Anlehnung an die britischen Tough Guy Competition ausgerichtet wird. Hierbei gilt es die 18 KM lange Strecke (GPS-Messung 20 KM) nebst etlicher Hindernisse in kürzester Zeit hinter sich zu bringen.
Video: Braveheart Battle 2010 (ZDF)
[youtube w6zScZ_S298]
Folgende Hindernisse galt es beim BraveheartBattle zu überwinden:
Durch die Wiederholung einzelner Hindernisse mussten insgesamt 33 Hindernisse bewältigt werden.
Was war das Schlimmste am Braveheart Battle?
Nach 2 Stunden, 46 Minuten und 32 Sekunden habe ich den BravehartBattle bei einer Körpertemperatur von 29,6° hinter mir gelassen. Mein Körper wurde mit Hämatomen übersät und meine Knie wurden aufgerieben und blutig gescheuert.
Dank der Notfallversorgung durch das Rote Kreuz wurde mir schnell wieder warm und meine Verletzungen fachmännisch versorgt.
Fazit
Für mich war der BraveheartBattle eine spannende Herausforderung, die mir die Grenzen meines Körpers gezeigt hat. Im Vergleich zu einem Marathon ist die psychische Belastung, zumindest für mich, geringer. Man hat quasi gar keine Zeit, um über die Schmerzen und ein Aufgeben nachzudenken.
Bei einem Marathon ist dies ganz anders. Jeder Läufer kennt die seelische Qual, die bei Kilometer 33 einsetzt. Körperlich sind BravehartBattle und Marathon auch nicht vergleichbar. Beim Fun-Lauf wird der Körper ganzheitlich beansprucht. Bei einem Marathon ist es “nur” die Beinmuskulatur.
Ich persönlich hatte sehr viel Spaß und werde den einen oder anderen Fun-Lauf bei meiner Jahresplanung berücksichtigen. Wie beim Marathon, von dem man sagt, dass Läufer nach dem ersten 42,21 Kilometern süchtig sind und weitere Marathon-Läufe absolvieren, scheint es auch mit Tough Guy Competitions zu sein. Ich habe, im wahrsten Sinne des Wortes, Blut geleckt und werde wieder antreten …
[nggallery id=8]
Besten Dank an Hans-Joachim “Hajo” Schumacher aka Achim-Achilles und das PAS-Team!
Berichte:
Bilder:
Videos:
Weitere Strongman- / Fun-Läufe: