Web2.0

Big Brother, äh Google is watching you!

Die Furcht vor einem “Orwelschen Big-Brother-Szenario” ist durchaus begründet. Google weitet die Sammlung personenbezogener Daten aus und wird zukünftig nicht mehr nur online agieren. Neben der Onlinevermarktung werden klassische Kommunikationskanäle in das Portfolio des einstiegen Suchmaschinenanbieters integriert. Seit längerer Zeit kann Google nicht mehr nur als Suchmaschine bezeichnet werden. Mit unterschiedlichen Services erweitert man die Erhebung personenbezogenen Daten und wertet Verhaltensmuster konsequent aus. Der Grossteil der Internetnutzer ist sich der Gefahr, die von Google ausgeht nicht bewusst. Welche Möglichkeiten Google bereits heute zur Erweiterung von Profilen nutzt zeigt der Film „Master Plan“. Das Argument, man hätte nichts zu verbergen, ist sehr gefährlich. Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich noch nicht abschätzen, in welcher Form Daten zukünftig genutzt werden und welche Gefahren für Google-Nutzer entstehen.

Gestern wurde auf der where 2.0 Konferenz eine neue Funktion für Google-Maps vorgestellt: Street View. Die jüngsten Aktivitäten des IT-Unternehmens lassen Datenschützer aufhorchen. Neben der herkömmlichen Karten- und einer Satellitenperspektive zeigt Stret View dem Nutzer 360-Grad-Bilder von Strassenzügen innerhalb Google Maps. Bis heute wurden die Francisco Bay Area, New York, Las Vegas, Denver sowie Miami aufgenommen. Um die Bilder der Innenstädte zu sammeln wurden Panoramakameras auf Fahrzeuge montiert, die Strassenzug für Strassenzug abgefahren sind. Vor einigen Jahren fuhren ähnliche Kleintransporter durch deutsche Städte. Aufgrund heftiger Proteste seitens Datenschützern wurden die Aufnahmen jedoch eingestellt. Man fürchtet Rückshlüsse auf die sozialen Verhältnisse der Bewohner fotografierter Strassen. Anhand von parkenden Autos und den detailierten Bildern von Gebäuden hätte man leicht Rückschlüsse ziehen können, die man Marketingunternehmen verkauft hätte. Ob Google Street Views auch in Deutschland anbieten wird, steht noch nicht fest. Eventuell schützen uns die Datenschutzbestimmungen, welche bei uns wesentlich umfangreicher sind als in den Staaten.

Erste Bilder aus den USA entkräften die geäusserten Befürchtungen nicht. Nummernschilder und Gesichter sind deutlich zu erkennen. Die Debatte um Google Street View hat noch nicht wirklich begonnen und wird momentan „nur“ in der Blogosphäre ausgetragen. Ich gehe davon aus, dass sich bald die „üblichen Verdächtigen“ melden und dann wird auch dem „Durchschnittsbürger“ der Atem stocken…

 

Google stellt den neuen Service in einem Video vor.

 

Google wirbt in naher Zukunft im TV

Google TV Ads Beta TrialDass Google sich auch ausserhalb des Internets betätigen wird, war eine Frage der Zeit. Bereits vor ein paar Wochen wurde bekannt, dass Google sich aktiv um die Vermarktung von Radio-Spots kümmert und eine technische Lösung für Audio-Ads anbietet. Nun startet ein geschlossener Betatest, in dem Firmen die neuen TV-Ads von Google testen können.

Google TV Ads Beta Trial

A small group of advertisers will have early access to the Google TV Ads platform as members of our Trial Team. This select group will play a critical role in influencing product design and shaping the road map as we continue to evolve the Google TV Ads product. Trial Team members will be assigned a dedicated contact person and have access to an on-call support team over the course of the three month trial. Interested? Please click on the “sign-up” button to apply.

Experimentum crucis

Mittlerweile bin ich Mitglied in unterschiedlichen sozialen Netzwerken. Unter anderem bei OpenBC Xing, LinkedIN, facebook, StudiVZ (ja, ich bin mir der vielen Probleme bewusst) schwarzekarte sowie asmallworld. Nicht alle dieser Netzwerke sind sinnvoll und bieten einen Mehrwert. Meist vertrödelt man viel Zeit mit dem Lesen belangloser Mitteilungen und dem Beantworten von Kontaktwünschen. Viele Nutzer sehen den Sinn solcher Netze lediglich im Exponieren des eigenen Freundeskreises.

Für etliche Personen scheint der Zutritt zu sozialen Netzwerken problematisch zu sein. Teilweise benötigt man eine persönliche Einladung eines bestehenden Mitglieds, welches berechtigt ist Einladungen zu versenden. Durch diese Massnahmen möchte man die Exklusivität der Community gewährleisten und einer „Verwässerung“ vorbeugen. Ob eine Exklusivität tatsächlich besteht, steht auf einem anderen Blatt. Bei asmallworld (asw) versucht man durch diese Beschränkung das Wachstum der Mitgliedschaften zu steuern und nur Kontakte bestehender Mitglieder aufzunehmen. Mich erreichen viele Anfragen bezüglich Einladungen zu asw. Mein Blog rankt für „asmallworld“ auf Platz zwei direkt nach asmallworld.net. Grundsätzlich habe ich keine Probleme mit solchen Anfragen. Gerne gebe ich Einladungen für die vielen „web2.0-typischen“ Betatests weiter (wenn vorhanden). Bei sozialen Netzwerken bedeutet die Weitergabe eines Einladungslinks jedoch auch die Aufnahme der jeweiligen Person in die persönlichen Kontakte. Hierdurch werden die bestehenden Kontakte jedoch „abgewertet“ und die Idee der “six degrees of separation” ausgehebelt. Wenn man jede Person in sein persönliches Netzwerk aufnimmt, dann macht die Darstellung der Kontakte keinen Sinn. Die Zugehörigkeit zu einem Kotaktkreis impliziert meines Erachtens eine real existierende Verbindung der Personen. Andernfalls würde die „kleine Welt“ schnell zur „big world“. Wenn mich jemand nach Personen meines Netzwerks fragt, dann muss ich wenigstens ein paar Dinge berichten können.

Fragen nach Einladungen zu asw habe ich in der Vergangenheit nur positiv beantwortet, wenn ich die jeweilige Person tatsächlich kannte. Zukünftig werde ich auch weiterhin so verfahren und die vielen „anonymen“ Anfragen, die mich per Mail, IM, XING erreichen freundlich ablehnen…

Übrigens, Mitgliedschaften in asmallword sind hoffnungslos überbewertet. Ich konnte noch keinen sinnvollen Wert erkennen. Man sollte lieber XING beitreten. Bereits eine „normale Mitgliedschaft“ macht Sinn, da man Zugriff auf die vielen Foren hat. Viel Spass beim Netzwerken!

Update: Eine Übersicht aller aller meiner Netzwerke habe ich hier eingebunden.

re:publica in your ears

In der nächsten Woche beginnt die re:publica. Wie bereits zur Reboot hat sich Nicole Simon die Speaker der Konferenz “zur Brust genommen” und eine Reihe sehr interessanter Interviews produziert:

Google Notebook

google_notebook.gif Für viele User ist Google das größte „evil empire“ seit Microsoft. Es scheint als würde das Unternehmen dem Zeile – eine zentralen Anlaufstelle für Computernutzer zu werden – immer näher zu kommen. Microsoft Outlook kann mittlerweile durch Anwendungen aus dem Google Lab quasi ersetzt werden. Das Gespann aus Gmail und Google Calendar ersetzen viele Funktionen des “Personal Information Managers” aus dem Hause Mirosoft. Mit Google Notebook wird nun ein Produkt präsentiert, welches als Informationszentrale fungiert und das Sammeln von Bilder, Texte oder Links ermöglicht. Durch die neue Plattform soll die Recherche im Netz erleichtert werden.

Für mich sieht der Service nach einer Onlineversion von Evernote aus, welches Memos auf dem Desktop (und somit nicht online) verwaltet und auf meinem Rechner wertvolle Dienste leistet.

Wenn Google die Frequenz seiner Produktveröffentlichungen hält, dann wird das “Google OS” schneller auf die User zukommen, als erwartet…

Update: “In A Complete Online Organization System” Part 1, Part 2 sowie Part 3 wird die Einrichtung eines “Onlinearbeitsplatzes” auf Basis von Google Services beschrieben.

Heute ist Webmontag

Heute findet zwischen 19.00 und 21.00 Uhr der Webmontag im newthinking store in der Tucholskystr. 48 statt.

“Der Web Montag ist ein dezentral organisiertes, informelles Treffen zum Thema Web 2.0 (im weitesten Sinne), das Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Forscher, Web-Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zusammenbringen möchte. Ziel des Web Montag ist zum einen eine bessere Vernetzung der Web 2.0-Szene in Deutschland sowie zum anderen eine Vertiefung des transatlantischen Ideenaustauschs (Deutschland-USA).” (webmontag.de)

Es wird drei Voträge zu folgenden Themen geben: ting-Über den gleichzeitigen Gebrauch von collab-editor und VoIP, Structured Blogging, sowie Citizen Journalism.

Ein paar Bilder von einem der letzten Events gibt es hier.

Update: Im Hauptstadtblog werde ich das Event live verfolgen.

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