Lukasz Gadowski zieht sich bei spreadshirt zurück

Lukasz Gadowski wird sich aus dem operativen Geschäft bei Spreadshirt zurückziehen. Wie bereits Ehssan Dariani bei StudiVZ, wird Lukasz seinen Posten als CEO aufgeben und als Vorsitzender fingieren.

Als Präsident von Spreadshirt – einen Titel den es nach AG-Recht eigentlich nicht gibt – werde ich weniger operativ tätig sein, das Unternehmen aber zum einen weiterhin repräsentieren und zum anderen auf bestimmten Feldern aktiv unterstützen. Die Verantwortung für das “daily business” gebe ich aber ab. Nicht zuletzt, weil dazu 120% Fokus gehört, ich aber meiner Passion, dem Unternehmertum fröhnen möchte. Dazu gehören die Angel-Investments und auch das Betreiben von Gründerszene. (gruenderszene.de)

Brandeins berichtete bereits in “Das Ende der Pubertät” (07/07), dass das Management aufgrund des beängstigenden Wachstumstempos beschlossen habe: Die Firma müsse erwachsen werden.

Update: Auch StudiVZ-Geschäftsführer Dennis Bemmann und Michael Brehm werden StudiVz nicht mehr leiten. Im August wird Marcus Riecke (derzeit Ebay Vice President für Emerging Markets und Europa) als neuer Geschäftsführer antreten. Mehr gibt es hier.

pl0gbar Berlin #04 | Geeky meet & greet

Morgen gibt es erneut einen Grund sich mit anderen Geeks zu treffen. Die pl0gbar findet im Sanatorium 23 statt:

Wer pl0g.de kennt, wird die pl0gbar lieben: Leute treffen, fachsimpeln oder einfach nur bei Bier oder Kafe Latte plaudern. Lerne die Menschen hinter den Pixeln kennen, in Farbe und bunt! Wage den Schritt ins echte Leben, treffe Leute, die Du bisher nur aus Deiner Kontaktliste kanntest und lerne neue kennen, die deine Interessen teilen. Schnell und unkompliziert, so wie pl0g.de!

Größtenteils werden spezielle Events als Anlass genommen, sich zu treffen (Apple Keynotes, Wii Launch in Deutschland etc.), es gelingt aber trotzdem das ganze als regelmäßige Institution zu platzieren und alle 2 Wochen abzuhalten.

Datenshutzfalle Kopierer

Vor ein paar Tagen musste ich wieder einmal in den Copy-Shop meines Vertrauens. Meine Dokumente hatte ich auf einem USB-Stick bei mir. In der heutigen Zeit ist dieses Medium praktischer als das Brennen von CDs. Die Dateien werden auf den Stick kopiert und können von den „Copy-Boys“ problemlos abgerufen werden.

In meinem Fall wurden die Daten via eines Apple-Rechners abgerufen und an einen Print-Server weitergeleitet, der die Datei für den Druck finalisierte und auf einem Xero-Printer ausgab. Bei einem flüchtigen Blick auf den Bildschirm des Print-Servers konnte ich die Disk-Quote einsehen. 23 Gigabyte von 28 Gigabyte waren bereits mit Druckaufträgen belegt. Diese Information liess die Alarmglocken in meinem Kopf läuten. In kürzester Zeit wurden drei Kopien meiner Dateien auf unterschiedlichen Geräten abgelegt. Ich bat den „Copy-Boy“ die Datei sowohl auf der Apple-Kiste als auch auf dem Print-Server zu löschen (auf den Drucker konnten meine Daten nicht gelöscht werden) und sprach ihn auf das frappierende Datenschutzproblem an. Ihm war das Problem nicht bekannt. Geht man von einer durchschnittlichen Dateigrösse von 20 MB (0.01953 Gigabytes) aus, dann liegen in den 23 Gigabyte (23552 Megabytes) ca. 1.200 Druckaufträge. Unter den Aufträgen dürften sich viele sensitive Dateien, wie Lebensläufe, Diplomarbeiten, behördliche Dokumenten sowie Gutachten befinden.

Zwar war man sich vor Ort nicht über das Ausmass des Datenschutzproblems bewusst, man zeigte jedoch grosse Interesse an dem Thema. In wenigen Sekunden konnte ich dem staunenden „Publikum“ mit Hilfe von Google zeigen, dass man jede Kopie nachverfolgen kann. Die eingesetzten XEROX-Geräte bannen neben dem Druck bzw. der Kopie nämlich einen digitalen Fingerabdruck auf das Papier. Mehr Informationen zum Thema sowie dem „DocuColor Tracking Dot Decoding“ bietet die Electronic Frontier Foundation. Wer sich Sorgen um seinen Drucker oder Kopierer macht, das sollte das Gerät in der Übersicht der EFF nachschlagen.

Neben dem digitalen Fingerabdruck bringen digitale Kopien ein weiteres Risiko mit sich. Alle Kopien werden nebst personenbezogenen Daten auf internen Festplatten gespeichert. Durch dieses Verfahren wird die Kopierzeit erheblich gesteigert, es sorgt jedoch ebenfalls für eine ewige digitale Kopie der Dokumente. Diese Kopien können mit jedem handelsüblichen Computer ausgelesen werden. Das Datenschutzproblem ist besonders problematisch, da fast alle Geräte geleast werden und nach dem Ende des Leasingzeitraums den jeweiligen Copy-Shop samt gespeicherter Daten verlassen. Die sensitiven Daten werden somit an Dritte übergeben.

Ich finde es erschreckend, dass sich Mitarbeiter von Copy-Shops nicht mit dem Thema Datenschutz beschäftigen müssen. Eigentlich müsste man solche Läden beim Berliner Datenschutzbeauftragten melden. Zumindest sollte man wichtige Dateien nicht in öffentlichen Copy-Shops verarbeiten.

Weitere informationen zum Thema bietet der SZ-Artikel “Voller Geheimnisse“.

Blogcensus | Vermessung der deutschen Blogosphäre

Die deutschsprachigen Blogosphäre wird vermessen. Der Dienst Blogcensus stellt sich dieser Aufgabe. Jens Schröder beschreibt auf seinem Blog, warum man eine solche Vermessung benötigt.

Lieber Blogcensus-Bot anbei meine IDs für den Claim-Vorgang:

1 : [09c1519703c6940c]
2 : [a4e2d91449e9c1f6]
3 : [e85ab079d05340d0]
4 : [da61c2658ae47754]

Derzeit kursieren noch unterschiedliche Vermutungen. Bin gespannt auf die “harten Fakten” zur deutschen Blogosphäre.

Trillian Astra Alpha-Test

Seit rund 48 Stunden darf ich die neue Version von Trillian (Codename Astra) testen. Mehr als zwei Jahre haben die Entwickler für die Erstellung der ersten Alpha-Version benötigt. Zwischenzeitlich habe ich mich intensiv mit Miranda beschäftigt. Zwar bietet dieses kleine Opensource-Tool viele nützliche Funktionen, richtig stabil lief es leider nie. Aus besagtem Grund habe ich mich sehr auf die neue Trillian-Version gefreut. Trillian Astra beeindruckt mich jedoch nicht. Innovative Neuerungen sucht man vergeblich. Zwar kann der Client auch webbasiert genutzt werden, Meebo und mabber bieten diese Funktions jedoch längst. Einen ersten Einblick zeigt Head Developer Kevin Kurtz in einem kleinen Video. Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, ich würde Trillian nicht mögen. Nach der langen Wartezeit wäre jedoch mehr drin gewesen…!

Web 2.0 Meet-up in Berlin

Brady Forrest (co-Chair for O’Reilly’s Web 2.0 Expo) wird vom 8. bis 17. Juli durch Europa reisen, um Startups, Web-Professionals, Developer, Blogger, VCs, Designers und Vermarkter zu treffen. Auf seiner Route wird Mr. Forrest London, Berlin, Paris, Ireland und Amsterdam bereisen. Der “Web 2.0 Expo Zirkus” wird am 8. sowie 9. Juli in Berlin Sation machen. Der Ort sowie der genaue Termin der Zusammenkunft stehen noch nicht fest, werden jedoch nach Bekanntgabe hier gepostet…

Nicole Simon hat das Event bei upcoming.org publiziert.

Speaking Opportunities | Web 2.0 Expo Berlin

Das “call for proposals” für die Web2.0 Expo in Berlin wurde eröffnet. Das Angebot an Themen ist beeindruckend. Die Web 2.0 Expo findet vom 5. bis 8. November in Berlin statt. Folgende Themen sind derzeit geplant:

  • Web operations, theory and practice: What are the major players up to with their platforms and how do open source and independents play into “web as platform” and “web ops”?
  • Global scalability: The Internet is global, your apps need to be global, and they need to scale.
  • Rails & Django: Increased speed of development isn’t the only reason these are becoming so popular
  • Going 2.0: How to turn your 1.0 business into a 2.0 masterpiece in less than six months.
  • Viral marketing and community evangelism: Start a fire! Learn how to create a meme and let your users tell your story, without spending a fortune
  • AJAX: Learn to use it to make your site more functional
  • SEO & SEM: The science of measurable marketing. Find your keywords, and let your audience discover you, using search engines as the gateway.
  • Blogging and Internet PR: The new way to launch a product or service?
  • User-generated content: Tagging and ratings and blogging, oh MY!
  • Syndication: Don’t be afraid of spreading your content across the Web. It’s free advertising; if it’s good and adds value, your users will come find you.
  • Location: Maps and location are now commodities. How can it add value to your app?
  • Social networks: Are commonplace–where are they going next? Identity: Distributed identity is on the rise. What should you support?
  • Data: The importance of data is growing. How can you protect and respect your users by giving them a way out?
  • Mobile: Let your customers get your site from anywhere.
  • Rich Internet Applications: AIR, SilverLight, XUL — Which one to choose?

Bei Interesse an einer Teilnahme als Speaker sollte man sich mit Brady Forrest (co-Chair for O’Reilly’s Web 2.0 Expo) in Verbindung setzen.

How to prank a telemarketer

Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich liebe Werbung! Ich habe lediglich ein Problem mit unaufgeforderten “Angeboten”, die mich tagtäglich per Post, Telefon, Mail oder direkter Ansprache auf der Strasse erreichen. Meine Adresse, meine Telefonnummern sowie meine eMail-Adresse sind in Robinsonlisten eingetragen und dürfen nicht für Werbezwecke genutzt werden. Warum ich immer noch “angesprochen” werde, kann ich nicht verstehen. Liebe SPAMER, unaufgeforderte “Werbung” wirkt nicht und ist kontraproduktiv! Ich möchte weder an Umfragen teilnehmen, Informationen zu Lebensversicherungen lesen noch Probeabos von Tageszeitungen erhalten. Ich habe mehrere Jahre Permission Marketing in Agenturen betrieben und kenne die Branche sowie den juristischen Rahmen gut. Seriöse Anbieter halten sich an den Ehrenkodex der Branche. Die „schwarzen Schafe“ kann man leider nur mit extremen Mitteln bekämpfen.

Das Anti-Telemarketing Gegenwehrskript ist ein effektives Werkzeug gegen Call Center Agents. Hilfreich ist auch der Einsatz eines Anrufbeantworters. Wer einen Schritt weitergehen möchte, der folgt diesem Beispiel.

2. Stammtisch zu SL in Berlin

Nach der gestrigen  Podumsdiskussion zu Journalismus in Second Life, welche mir interessante Kontakte beschert hat, geht es heute in die zweite Runde. Auf dem 2. Stammtisch zu SL in Berlin werden sich Medienwissenschaftler, Forenbetreiber, SL-Aktive, Designer, Programmierer, Radio und TV-Sender, Agenturen, Autoren und alle, die SL professionell nutzen treffen. Das Event findet im L4 Institut für digitale Kommunikation in der Heinrich-Roller-Str. 16/17 statt undbeginnt gegen 19:00 Uhr.

Second Life und die Medien

Der Deutscher Journalisten Verband Berlin veranstaltet heute ein Event zum Thema “Second Life und die Medien: Journalismus in der virtuellen Welt“:

Kein Tag ohne eine neue Meldung über „Second Life“. Mehr noch als „Klima“, „Knut“ und „Krippenplätze“ beherrscht die virtuelle Online-Welt mit mittlerweile 6 ½ Millionen Nutzern seit Monaten die Schlagzeilen. Aber nicht nur als Berichterstatter sind Journalisten auf dem Thema „Second Life“ aktiv, einige wagen selbst den Schritt in ein „virtuelles zweites Leben“ und starten eigene Projekte, die zeigen, wie die nächste Stufe in der Entwicklung des Internets die Arbeit der Medien verändern kann. Wir wollen daher fragen: Was ist dran am Hype um „Second Life“? Welche Möglichkeiten bieten virtuelle Welten für die journalistische Arbeit? Was sind Kriterien erfolgreicher Projekte? Wie steht es um Honorare und Urheberrechte?

Hierzu begrüßen wir als unsere Gesprächspartner:

  • Lutz Deckwerth, Gründer von Life 4-U, dem ersten TV-Sender in Second Life
  • Jürgen Noldern, Gründer des deutschen Second Life Radiosenders slr2
  • Carsten Kaul, Betreiber des deutschen Second Life Portals slinfo.de
  • Burkhard Schröder, Chefredakteur des Medienmagazins Berliner Journalisten

Moderation:
Michael Schumann, Vorstand Deutscher Journalisten Verband Berlin

19:00 – 21:00 Uhr

10115 Berlin-Mitte (Berlin, Deutschland)
Katholische Akademie
Hannoversche Straße 5
10115 Berlin-Mitte

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