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Bushido richtet Kay One in einem epischen Diss hin

Zwischen Bushido  1 und Kay One  2  gibt es nicht erst seit gestern Beef.   Nun legt Bushido mit einem zehnminütigen Diss nach. Seine Abrechnung enthält alles, was ein “klassicher” Gangsta-Rap enthalten muss: Gewaltverherrlichung, Homophobie, Misogynie, Rassismus. Etwas anderes hatte ich nicht erwartet …

Mitte Juni verkündete Bushido noch, dass er kein wirkliches Interesse an einem Diss habe. Wenn er jedoch verbal zuschlage, würde er es richtig machen.

Ich trau mich schon ihn auch selber zu dissen und werde das auch machen [...] entweder macht man es richtig [... ] oder man lässt es komplett sein […]”3

Wenige Wochen später platzte Bushido der Kragen. Anfang August lies er Kay One wissen, dass er sich auf einen Gnadenstoß gefasst machen könne.

Freu Dich darauf, wenn ich Dir den Gnadenstoß versetze. Ich werde Dich auf jeden Fall richtig krass auseinander nehmen, filetieren, schlachten … Naja, dazu ein andermal […]4

Seine Abrechnung mit Kay One setzt Bushido heute medienwirksam in Szene. Bereits nach wenigen Stunden erreichte sein Video über zwei Millionen Klicks. Somit schlägt der Geschäftsmann Bushido zwei Fliegen mit einer Klappe: er stellt Kay One öffentlich bloß und sorgt mit seinem gelungenen Marketing-Stunt clever für Eigen-PR.

Lyrics/Liedtext – Bushido – “Leben und Tod des Kenneth Glöckler  5:

Intro
Es wird langsam Zeit, mich zu der Scheiße hier zu äußern
Die Lügen, die du über mich verbreitest in ganz Deutschland
Früher war es “Fick die Polizei” oder Louis V
Heute sind es LKA, Beamte und Security
Wie es heute ist, war nicht unser Wille, ehrlich
Welcher Sklave macht über hundert Mille jährlich?
Kenneth sitzt bei Stern TV und lügt, um sein’ Ruf zu retten
Doch du würdest eigentlich so gern in mein’ Schuhen stecken
Du bist vogelfrei, weil du den Ehrenkodex brichst
Du bist nicht int’ressant für diese Medien ohne mich
Ich bin angeblich Sklave der Familie Abou Chaker
Schäm dich, Arafat war sowas wie dein Vater
Du hast dank uns gelebt so wie ein König in Berlin
Ein Vermögen hier verdient, plötzlich hör ich, dass du fliehst
Du hast vergessen, wo du herkommst, das Geld raubt dir die Sinne
Aber kein Problem, ich helf dir auf die Sprünge, Kay
Vers 1
Ich erzähl’s dir nochmal, warte kurz
Ich fang an, nach der Trennung deiner Nabelschnur, irgendwo in Ravensburg
Für dich ist die Bonzengegend sowas wie die Bronx gewesen
Man könnte auch von “Malibu’s Most wanted” reden
Mit deinen Durags und der ekligen Baggy
Dachtest du im Ernst, du wärst der schwäbische Nelly?
Überheblicher Kenny wollte unbedingt so hart sein
Plünderte sein Sparschwein und gründete dann “Chablife”
Doch mal angenomm’ Jaysus hätt sich deiner niemals angenomm’
Dann wärst du nie vorangekomm’
“Wie schreibt man ein’ ganzen Song?” Der Typ war dein Lehrer
Als Dank dafür belügst und betrügst du ihn später
Und dann zogst du wie die Heuschrecken weiter
Jeder wusste, Nummer eins in Sachen Deutschrap war Staiger
Du unterschriebst den Bunker-Deal, doch anstatt dich mal zu freuen
Ging’s dir damals schon nur drum, ob du genug verdienst
Du hattest ein paar echte Freunde, doch lieber
Hingst du ab mit irgendwelchen Boygroup-Mitgliedern
Du dachtest, es wird Zeit, dass ich den Bunker verlass
Daraufhin schrieb deine Mutter ein Fax, könnt ihr Staiger fragen
Nach ein paar Tagen fiel dir auf, dass du ‘ne Wohnung brauchst
Ab jetzt lebt Kay bei Akay von “Overground”
Und tauscht das erste Mal Freunde gegen Fame
Reudiges Benehm’ wird man später häufiger noch sehen
Läuft bei dir, Kay, traurig aber wahr
Jetzt muss der nächste herhalten, Hauptsache ein Star
Dann hast du Eko Fresh getroffen, der glaubt, du seist begabt
Der, so gut er konnte, dein’ Aufenthalt bezahlt
Der dich bei sich wohn’ lies, es ging nicht um Million-Deal
Sondern, dass du Promo kriegst und auch ein bisschen Kohle siehst
Erinner dich, Kay, die Kölner haben dich miternährt
Im Café den Clown zu spiel’n war dir ein paar Kippen wert
Sie besorgten Nebenjobs, damit du was dazuverdienst
Doch seit dem ersten Clip mit Eko fühltest du dich zu berühmt
Er rief Olli an, doch der schickte auch kein Geld
Weil dein Stiefvater wollte, dass du auf die Schnauze fällst
Er hat nicht an dich geglaubt, als Ek an dich geglaubt hat
Und was machst du als Dank dafür? Du haust ab
Gibst schon wieder dein’ Gönnern ein’ Laufpass
Kay, du wolltest unbedingt zu mir in die Hauptstadt
Doch du hattest zu mir gar kein’ Draht
Also krochst du erst in Saad sein’ Arsch, tja, so kennt man dich
Du wolltest Backup-Rapper werden bei ihm
Hofftest insgeheim, er nimmt dich mit, hierher nach Berlin
Aber nein, Kay, es tat sich nichts, also kam dir die Idee
Dass du mir einfach bei MySpace ‘ne Nachricht schickst
Du hast gelogen, Saad hätte dich abgezogen
Auf diese Weise suchtest du den Kontakt nach oben
Ich wollt die Schulden deiner Mutter bezahl’n
Zu diesem Zeitpunkt kannt ich deine Mukke nicht mal
Ich lud dich ein – Schweiz – Silvester – Solo-Show
Du warst für mich sowieso nur ein Clown wie Cosimo
Wie ein Landstreicher bist du mit mir heimgefahr’n
Blind, du hast nicht mal deinen Eltern bescheid gesagt
Seltsam, deine Art, doch du hast mir leid getan
Schulden hier, Schulden da, der arme Kay, der Pleite war
Ich bin darauf reingefall’n und hab für dich gesorgt
Und alles, was du brauchtest, hattest du sofort
Ich hab für dich gebürgt und mich gerade gemacht
Alle haben über die blondierten Haare gelacht
Und Arafat nahm dich mit ins Katzbach-Café
Und machte allen klar: “Keiner lacht über Kay.”
Er sagte nur: “Der Junge ist jetzt einer von uns
Und einen von uns behandelt keiner wie ‘nen Hund.” Yeah
Es gefiel dir, wie ein Cowboy durch die Stadt zu reiten
Du wolltest unbedingt “Bilal Abou Chaker” heißen
Disco rein, Disco raus, Party mit den Fotzen
Jeden Tag besoffen und Ari trägt die Kosten
Wie oft hast du eine dicke Lippe riskiert
Weil du wusstest, wegen uns will keiner ficken mit dir
Denn Berlin hat kein’ Respekt vor einem Metrosexuellen
Aber Papa Arafat regelt das mit Schellen
Und heut hast du die Dreistigkeit zu lästern
Doch er hat seine eigenen Cousins geschlagen, weil sie zu dir frech war’n
Du legtest dich in Sachen Ari jetzt ins Zeug
Und so wurde er dein aller bester Freund – Jackpot
Für jeden deiner Studiotage hab ich geblecht
Bares und Schecks, wie du weißt, bezahl ich gerecht
Ich nahm dich mit auf jede Tour, Österreich, Deutschland, Schweiz
Damit wollt ich zeigen, Kay, was Freundschaft heißt
Bracht dich auf die Leinwand, featurete dich ständig
Für dich war das alles selbstverständlich
Vier Jahre später kam der Hype um dich selbst
“Ich hab- ich hab- ich hab Style und das Geld”, yeah
Plötzlich hast du deine eigenen Shows
Es geht um Schicki Micki, Weiber und Koks
Champagne for the pain, cocaine für dein brain
Jetzt hat er, was er wollte, der famegeile Kay
Ich war dir nicht mehr gut genug, du fingst an, auf cool zu tun
Bist abgehoben wegen ein paar Klicks auf YouTube, du
Hast auch versucht, Ari beizubring’
Scheiß auf Anis, Mann, wir machen unser eigenes Ding
Aber er hat dich nur ausgelacht, was für ein harter Korb
Weißt du, wie man sowas nennt, Kay? Vatermord
Shindy musste her – Prince of Belvedair
Wenig Arbeit, viel Geld und hinterher beschwer’n
Vierhunderttausend hast du minimum gemacht
Aber sag mal: Wieviel gibst du Shindy davon ab?
Kein Cent, Kenneth, sag mir, wer ist hier der Sklaventreiber?
Und dein kranker Bruder lebt sogar in Armut weiter
Auf einmal stand der Stiefvater von Kenneth da
Und macht mir ein’ auf überkrasser Manager
Gründet hinterrücks eine GmbH
Ein Typ, so schmierig wie das Gel in sei’m Haar
Geht auf alle Gigs mir, Blitzlicht, Rich Kidz
Hängt den ganzen Tag an Kenny, so wie seine Bitchtits
Dann kam diese Nacht-und-Nebel-Aktion
Denkst, der laufende Vertrag hier, das regelt sich schon?
Intermedium
Yeah, Kay. Das war dein Leben, dein ganzes Leben. Weißt du noch, damals? Chablife? Royal Bunker? Köln? Berlin? Und wie sie alle hießen auf dei’m Weg bis ganz nach oben, du alte Snitch. Ja, Mann. Und ich hab so viel gar nicht erwähnt, Alter. Was ist mit dein’ ganzen Droh-SMSen, die wir jeden Tag bekomm’? Wenn du zu viel Kokain geschnupft hast, Alter. Damit macht man sich nicht cool, Alter. Emory hat das auch gesagt. Aber weißt du was? Emory nehm ich gar nicht ernst. Das ist genauso’n Bastard wie du. Verstehst du, was ich meine? Nur eure Hautfarbe ist unterschiedlich. Im Herzen seid ihr genau der selbe Hurensohn. Aber scheiß drauf, Mann. Das war die Geschichte und jetzt kommt das Finale, Dikka. Yeah! Kay!
Vers 2
Weil das ‘ne Hinrichtung ist, wird heut dein Todestag
Widerleg dein’ kindischen Diss, der gelogen war
Du und ich wissen: Das hier ist die Wahrheit
Und ab jetzt ficke ich dein Dasein, du Bastard
Hängst am Schwanz von RTL, brauchst wohl deine Promopresse
Aufgeblähte Botoxfresse durch die Alkoholexzesse
Alle Glöckler sind gleich, ob Harald oder Kenneth
Nach diesem Track rennst du Bitch zum Anwalt und zwar flennend
Kleine Kids verdrehen dir den Kopf – Exorzist
Du kommst nach deinem Stiefvater – Sextourist
Mami hat dich lieb, doch wenn die Kohle ausgeht
Lässt sie dich so wie Ley für eine Modenschau stehen, yeah
Kay, du bist nur der Ladyboy vom Bodensee
Und kannst deine Karriere heut am Boden sehen
Gern geschehen, ich mach mit deinem Quotenneger weiter
Wegen mir seht ihr eure Homo-Ehe scheitern
Er ist am Telefon, Emory, Fameory
Und nennt dich Hurensohn, Gaymory, Shamory
Ich habe so viele Fragen an euch zwei Opfer
Wenn ich Kay schlage, bin ich dann ein Thai-Boxer?
Ihr habt euch mit den Statements blamiert
Schwarzer Scheißfleck, den die Ray Ban kaschiert
Ihr habt Gay patentiert, macht auf “Fuck fake friends”
Doch die allergrößten Fake-Friends seid ihr
Yeah, es gibt kein Shake hands mit mir, geh mal lutschen bei Hallaschka
Dieser Track macht dich kalt wie Alaska
Deine Fresse ist vom Koks aufgedunsen
Wann hörst du die klein’ Mädels bloß auf zu bumsen?
Prost auf dich, Junge, warst mein Bruder, doch als ich
Hörte, du hast eine von Bisou vergewaltigt
Sie schlief im Hotel, du kamst im vollgekotzten Unterhemd
Wusste ich, du Untermensch landest mal im Dschungelcamp
Es ist Sonny Black, du bist nur irgend so ein wannabe black
C-Promi-Dreck aus der Dorfdisko, du bist so undankbar
Ich werd dich stechen lassen, so wie mein Electro Ghetto-Tatoo auf mei’m Unterarm
Wenn ich will, geh ich spazieren am Alexanderplatz
Eine Freiheit, die du als ein Informant nicht hast
Du kannst nicht mal an der Ecke zu McDonalds fahren
Dein bester Kumpel ist ein Undercover-Kommissar
Ich häng mit Gangstern ab, du hängst mit der Polizei
Promigeil im Club macht dein Vater ein’ auf Robert Geiss
Was bringt dir dein Freestyle, wenn wir dich mal holen?
Ich zieh mir V.I.P. rein, englische Version
Früher dachtest du, du bist’n krasser Straßengangster
Jetzt bist du auf Malle nur ein Mittelklasse-Schlagersänger
Kenneth, komm mal auf dein Ego wieder klar
Du Lachnummer, bist du der Mateo dieses Jahr?
31er, hör zu, eine Line macht dich nicht cool
Deine Techno-Junkie-Fans sehen so scheiße aus wie du
Erinner dich zurück, Echo 2008
Du hast auf dem Scheißhaus gesuckt – bei Lorielle
Das ist nicht irgend so’n Reim, den ich hab
Er hat wirklich auf dem Scheißhaus gesuckt – bei Lorielle
Das ist nicht lustig, du denkst, der Track hier pusht dich
Aber das hier ist ein Schlussstrich
Kleine Info am Rande, das ihr Bescheid wisst
Dass jeder, der mit diesem Bastard abhängt mein Feind ist
Es gibt keinen Small-Talk, es gibt keine Nettigkeiten
Auf welcher Seite ihr steht, müsst ihr selbst entscheiden
Ich hab mal alles jetzt Revue passieren lassen
Im Endeffekt bleibt mir nur übrig dich zu hassen
Es ist nicht rückgängig zu machen, ne Mann
Rest In Peace, Thai-Nutte, Gay One
Ich mach das hier nicht mal für mich, bei mir läuft, du Spast
Ich mach das für die Leute, denen du was bedeutet hast
Für jeden, der dich jemals unterstützt hat
Damit du Nutte heute sagen kannst, du bist was
Für Arafat, ohne den man dich gefressen hätte
Für Shindy, er schrieb dir deine besten Texte
Für Eko, der Freund in deiner schwersten Zeit
Für Staiger, er hat dich zuerst gesignt
Für Jaysus und Crime Payz, deine Jungs im Süden
Menschen, die dir einfach nicht genügten
Für meine Tochter, der ich später mal erzählen kann
Ihr Vater war ein Ehrenmann

 

Bushido hat nicht zu wenig versprochen. Auch, wenn ich den Streit der zwei Herren in den vergangenen Wochen nicht mehr direkt verfolgt habe, scheint Bushido in vielen Punkten Recht zu haben. Kay One hat sich in jeder Form illoyal verhalten und hat seine Freunde verraten. Man mag von Bushido halten, was man will,  diese Runde hat er jedoch eindeutig gewonnen!

Folgender Tweet fasst die Situation treffend zusammen:

  1. bürgerlich: Anis Mohamed Youssef Ferchichi []
  2. bürgerlich: Kenneth Glöckler []
  3. Video-Interview: Bushido & Shindy über Probleme mit Kay One (ab 09:05)  []
  4. Video: Bushido lacht über Kay One Diss  []
  5. Quelle: rapgenius []
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Können wir in einer Welt leben, in der wir fürchten müssen, dass Jan Böhmermann unsere Tweets vertont?

Ich dachte XKeyscore, Tempora, Echelon und Prism seien gefährlich? Weit gefehlt! Es gibte eine neue Bedrohung in Form von “Prism is a dancer“. Im NEO Magazin1 werden Internet-Ergüsse von Zuschauern Geheimdienst-mäßig gefiltert und ausgewertet.  Diese humoristische Prozedur musste kürzlich auch Verena Cojic (aka @cojicy) über sich ergehen lassen.
Begonnen hat alles mit einem recht trivialen Tweet.

Herausgekommen ist ein Hit mit großem Ohrwurmpotential, der penetranter als SPAM der Nigeria-Connection in meinem Kopf umher spukt.

 

Mr. Böhmermann hat gemeinsam mit Constatin Gropper von Get Well SoonOli P. und den Jadebuben einen Meme geschaffen, welcher der Debatte um Datenschutz und Copyright ganz neue Impulse gibt …

 

  1. übrigens ein grandioses Format! []
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Haile Gebrselassies Tipps für den Berlin Marathon

Morgen geht es für über 40.00 Läufer auf die Straßen von Berlin. Auch ich werde versuchen die 42,195 in meiner Bestzeit zu absolvieren. Die letzten Tipps habe ich mir von Haile Gebrselassies persönlich abgeholt.

Im Rahmen der Berlin Vital Marathon-Messe stellte Haile Gebrselassie auch seinen biografischen Bildband vor, der seine Laufkariere bebildert.

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Ich fordere die Wahlpflicht sowie die Schaffung der Möglichkeit der Enthaltung

Triumph der NichtwaehlerBereits 2009 schrieb ich einen Artikel mit dem Titel “Stell Dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin” über die geringe Wahlbeteiligung. Damals lag diese bei lediglich 43,3%. Nur 26,9 Millionen Bürger gaben in Deutschland ihre Stimme ab. In Berlin war die Beteiligung noch wesentlich geringer. Das Jammern der Parteien über eine chronische Mobilisierungsproblematik ist damals wie heute fehl am Platz, da dieses Problem hausgemacht ist. Die Bürger sind nicht politik- sondern politikerverdrossen. Mir geht es auch so!

Ich war immer ein politischer Mensch. War sogar Mitglied einer großen politischen Jugendorganisation und später der dazugehörigen Partei. Diese habe ich jedoch verlassen, da Parteien einen sehr speziellen Menschenschlag anziehen und sich die meisten Debatten nicht der Lösung wichtiger Probleme unserer Gesellschaft sondern leider Personalien und Posten widmen. Dieses Phänomen zeigt sich im ganzen politischen Spektrum. Mittlerweile kann ich dem Charak­ter von Poli­ta­ma­teuren nichts Pos­i­tives abgewin­nen. Das Argument, man dürfe sich nur über Parteien und Politiker beschweren, wenn man selbst politisch aktiv wird, zieht in meinen Fall nicht, da ich bereits sehr viel Hinterzimmerpolitik erlebt habe.

Was bleibt ist die Enthaltung der Stimme. Dies ist in Deutschland jedoch nicht möglich. Wenn man gar nicht zur Wahl geht, dann gilt man auch als Nichtwähler obwohl man an der politischen Willensbildung teilnehmen möchte. Entwertet man seinen Wahlzettel durch Durchstreichen oder durch das Ankreuzen aller Kandidaten, gilt diese Stimme als ungültig und wird nicht ausgewertet.

Es fällt schwer etablierten Parteien zu wählen. Die Alternative für Deutschland, DIE LINKE, die Piraten und Die PARTEI1 sind für mich aufgrund ihrer monothematisch Ausrichtung2 ebenfalls nicht wählbar.

Was bleibt ist die Enthaltung der Stimme. Dies ist in Deutschland jedoch nicht möglich. Wenn man gar nicht zur Wahl geht, dann gilt man auch als Nichtwähler obwohl man an der politischen Willensbildung teilnehmen möchte. Entwertet man seinen Wahlzettel durch Durchstreichen oder durch das Ankreuzen aller Kandidaten, gilt diese Stimme als ungültig und wird nicht ausgewertet.

Daher fordere ich die Einführung einer allgemeinen Wahlpflicht sowie die Schaffung der Möglichkeit der Enthaltung.

I. Einführung einer allgemeinen Wahlpflicht

In Deutschland sollte, wie z.B. in Belgien, die Wahlpflicht eingeführt werden. Jeder Bürger, der nicht wählt würde eine Ordnungswidrigkeit begehen und müsste ein Bußgeld bezahlen.

II. Schaffung der Möglichkeit der Enthaltung

Die Schaffung der Möglichkeit sich bei politischen Wahlen zu enthalten halte ich für sinnvoll. Damit würde man den Enthaltungen einen statistischen Wert zuordnen können und Politiker könnten sich nicht über die geringe Wahlbeteiligung der Bürger mokieren.

Wenn sehr viele Wähler “die Parteien und Kandidaten sind für mich nicht wählbar” ankreuzen würden, würde dies zwangsläufig zu einem Denkanstoß führen. Wenn man zusätzlich die Verteilung der Wahlkampferstattung prozentual um die Stimmen der Enthaltungen reduzieren würde, würde dies definitiv zu einem “Durchrütteln” der politischen Landschaft führen …

Auch, wenn es mir sehr schwer fällt, werde ich morgen auf jeden Fall wählen!

  1. Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative []
  2. Euro-Ausstieg, Überwindung des Kapitalismus, Netzpolitik sowie Spaß []
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Spaß mit dem Photoautomat

Die Hauptstadt hat Charakter und bietet für Jeden etwas. So gut, wie an jeder Ecke gibt es etwas Wunderbares zu entdecken.  Eine dieser mittlerweile recht berühmten Attraktionen sind die kleinen Photoautomaten, die sich über die Stadt verteilt haben und nicht nur die Berlin-Touristen entzücken. Für 2 Euro bekommt man einen Filmstreifen, der aus vier schwarz-weißen Passbildern besteht. Die Ergebnisse sind grandios …1

Die Standorte der Photoautomaten in Berlin gibt es auf photoautomat.de.

  1. Model: Jesi Franke []
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Wie isst man Sushi?

Die Antwort nach meiner Henkersmahlzeit kann ich schnell beantworten: Koreanisch!

Ich liebe BulgogiGalbiBibimbap und Japchae. Auch Gimbap, die koreanische Abwandlung von Sushi, hat es mir angetan. Meist werden die asiatischen Rollen aus erkaltetem, gesäuertem Reis und Fisch jedoch falsch gegessen. Denn traditionell wird nicht mit Sojasauce und Wasabi gepanscht. Die Geschichte des Sushi-Essens ist eine Geschichte voller Missverständnisse, wie folgendes Video1 zeigt …

Update: Auch Anthony Bourdain zeigt, wie man Sushi zubereitet und verspeist.

 

  1. gefunden bei MC Winkel []